Möhre

Sie zählt zum Wurzelgemüse, lateinisch Daucus carota subsp. sativus, auch bezeichnet als Mohrrübe, Rüebli oder Wurzel. Unsere angebauten Karotten sind direkte Verwandtschaft zur wilden Möhre, Daucuscarota.

Von dieser Gemüseplanze wird fast ausschließlich die Pfahlwurzel genutzt. Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde.

Allen voran ist die Möhre der absolute Star in Sachen Carotingehalt, vorwiegend α- und β-Carotin, das im Körper zum „Provitamin A“ umgewandelt wird. Je nach Sorte liegt der Gehalt zwischen 5-30mg p.100g und damit höher, als in jedem anderen Knollengewächs. Das lebenswichtige Vitamin A erfüllt wichtige Aufgaben innerhalb der Vorgänge im Auge, beim Wachstum, Knochenbau und Hufgesundheit. Vitamin A gilt zudem als Schutzvitamin für Schleimhäute der Atemwege, Verdauungstrakt, Harnwege und Geschlechtsorgane. Auch relevant ist es für Herz, Kreislauf, Außenhaut und das Immunsystem.

Als appetitanregender Vitaminbooster liefern Möhren ebenfalls Vitamin C und E und bieten ein nahezu optimales Eiweiß-Energieverhältnis.

Sie versorgen außerdem mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen wie Zink, Eisen, Folsäure, Phosphor, Magnesium, Calzium, Mangan und Jod, welche positiv auf die Haut (besonders die Schleimhäute) und das Immunsystem wirken.

Mengenmäßig hervorzuheben sind vor allem die Kalium- und Phosphorsalze.

Die wertvollen Inhaltsstoffe wirken wurmwidrig durch die enthaltenen ätherische Öle, blutbildend und auch auf die Stoffwechselvorgänge von Leber und Schilddrüse haben sie positiven Einfluss.

Beachtung verdienen die elementaren B- Vitamine; reichlich enthalten sind B1, B2, B6, B7 besser bekannt als Biotin. Auch wenn die Karotte süßlich schmeckt, enthält sie wertvolle Fruchtsäuren, u.a. Bernsteinsäure.

Sie gilt als pflanzliches Stärkungsmittel, das die Atmungsorgane positiv anregt, das Nervensystem stimuliert, reparative Prozesse fördert, sowie Herz und Nieren positiv beeinflusst. Die Säure erhöht die Darm- und Nierenfunktion, hilft gegen Stress und Entzündungen und hat antitoxische Wirkung.

Die enthaltene Apfelsäure wirkt sich vor allem positiv auf die Leber aus.

In getrockneter Form, wie sie in 'Futter Natur' enthalten sind, sind sie hoch konzentriert. 1Kg Karottenchips entspricht 13-15Kg frischen Möhren. Getrocknete Möhren helfen u.a. auch gegen Durchfall und verbessern die Darmtätigkeit. Durchfall entsteht, wenn die verursachenden Erreger (z.B. Coli-Bakterien, Salmonellen oder Rotaviren) den Darm besiedeln und bestimmte Giftstoffe freisetzen. Dazu müssen Bakterien an bestimmten Oberflächenstrukturen (Rezeptoren) der Darmwand andocken (Adhärenz), wozu sie sich einiger weniger Kohlehydrate als Haftmoleküle bedienen. Gelingt es, dieses Andockverfahren der Bakterien an der Darmwand zu verhindern, kann Durchfall vermieden bzw. bereits vorhandener zum Abklingen gebracht werden, ohne Antibiotika einsetzen zu müssen; deren Einsatz neben der Gefahr der Resistenzbildung auch die Schädigung der Darmflora beinhaltet. Und das wirksamste Kohlenhydrat, das die Andockstellen Durchfall verursachender Bakterien besetzen kann, fand sich in der Karotte!

Es sind die so genannte Oligogalakturonsäuren, welche die von den Bakterien angesteuerten Rezeptoren (GAL-1-4) besetzen können. Bereits Konzentrationen von 0,005 Prozent können Bakterien in ihrer Haftung vollständig blockieren. Alt bekannt ist die lang gekochte Möhrensuppe für das Kleinkind als Heilmittel bei Durchfall. Diese Wirkung hat die Möhrensuppe gegenüber den frischen Möhren weil sie gekocht ist, denn erst die thermische Aufspaltung der Moleküle lässt die Oligogalakturonsäuren aktiv werden. Also nur aufbereitete Möhrenchips können einen positiven Einfluss auf Durchfälle bei Pferden erzielen.

Möhren können nitrat- und nitrithaltig sein, vor allem wenn sie als "Futtermöhren", mit unbekannter Herkunft angeboten werden. Das ist nicht gesund.

In ‚Futter Natur‘ verwenden wir ausschließlich hochwertige Rohstoffe, kein sog. „Petfood“ und achten hier ganz besonders auf die Analysezertifikate und Spezifikationen unserer Lieferanten.

Möhren im Winter auf keinen Fall gefroren verfüttern! Das pferdische Verdauungssystem arbeitet temperaturabhängig und verträgt derartige Kälteschocks nicht!

Außerdem in Möhren enthalten sind wertvolle Aminosäuren wie Molybdän, Methionin, Leucin, Threonin und Lysin.

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